Gruppendiskussionen

Gruppendiskussionen („focus groups“) werden bevorzugt dann eingesetzt, wenn in kurzer Zeit viele Meinungen gesammelt werden sollen oder ein hohes Kreativitätspotenzial gefordert ist. Zudem können kritische Themen aus der vermeintlichen „Tabu-Ecke“ geholt werden, da die Teilnehmer konkret erleben, dass es anderen ähnlich oder genau so geht, wie ihnen selbst.

Die Gruppendiskussion ist eine offene Gruppenbefragung anhand von Leitfäden, in denen die Themengebiete zwar vorgegeben sind, deren Reihenfolge aber nicht festgelegt ist. Im Schnitt diskutieren zwischen 6 und 10 Teilnehmer unter der Leitung eines erfahrenen und psychologisch geschulten Moderators 1 ½ bis 2 Stunden. Bei Erweiterung der Diskussion zu einem Workshop kann die Dauer bis max. 4 Stunden betragen.

Was leisten Gruppendiskussionen für Ihr Unternehmen?

  • In relativ kurzer Zeit werden sehr vielfältige Meinungen gesammelt.
  • Durch die wechselseitige Anregung der Beteiligten ("Schneeball-Effekt") ist das Kreativitätspotenzial sehr hoch.
  • Soziale Einflussprozesse zwischen den Kunden werden sichtbar gemacht.
  • (Vermeintlich) kritische Themen können enttabuisiert werden, da es ja aufgrund des entsprechenden Screenings normalerweise mehreren Gruppenteilnehmern so geht („Selbsthilfe-Gruppen-Effekt“).

Varianten

Klassischerweise werden Gruppendiskussionen als Präsenzforschung durchgeführt, bei der alle Teilnehmer physisch anwesend sind. Seit gut zehn Jahren bestehen auch die technischen Möglichkeiten zur Durchführung von online focus groups in Form von moderierten Chats. Deren wichtigsten Vorteile liegen im Wegfall der hohen Studiokosten und der physischen Distanz der Teilnehmer („Expertenrunde“) sowie einem höheren Maß an Anonymität bei Tabuthemen. Durch den Einsatz von Webcams und spezieller Software sind auch Video-Konferenz-ähnliche Online-Gruppendiskussionen möglich.

Ihre Vorteile

Gruppendiskussionen ermöglichen einen fundierten Einblick in das psychologische Wirkgefüge, in dem Imagefaktoren, Produktkonzepte oder Werbemaßnahmen von Personen wahrgenommen und bewertet werden. Bei Durchführung in einem spezialisierten Studio kann die Diskussion von einem angrenzenden Raum durch einen Ein-Weg-Spiegel und Tonübertragung verfolgt werden. Unternehmen haben so die Möglichkeit „ungeschminkte“ Äußerungen von eigenen und Wettbewerber-Kunden zu erfahren.

Indem bei der Zusammensetzung von Gruppendiskussionen die jeweils gewünschten Zielgruppen abgebildet werden, liefern die Diskussionen trotz kleiner Stichproben das gesamte Spektrum an Meinungen, Reaktionen und Emotionen bzgl. eines Untersuchungsgegenstands im Sinne einer psychologischen Repräsentativität.  So lassen sich zahlreiche wertvolle Impulse für die Gestaltung, das Pricing, den Vertrieb und das Marketing von Produkten gewinnen.

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